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Kapitel 10 - Ein ruhiger Urlaub?


„Okay… sie haben das Gebäude verlassen.“, murmelte Kimiko zu dem Blauhaarigen neben ihr. Kimiko und Kiroi saßen hinter einem Gebäude und beobachteten das Strandhotel. Sie wollten warten, bis alle Meerjungfrauen weg waren, damit sie sich endlich die Perle der zukünftigen Weißen holen konnten. Kiroi seufzte etwas genervt. „Wenn sie weg sind, warum gehen wir dann nicht endlich rein?“ Kimiko drehte sich zu ihm. „Ganz einfach, weil Akiza ein Schussel sein kann. Sie hat vielleicht etwas vergessen und kommt nochmal zurück. Wir können erst rein, wenn sie mehr als 10 Minuten nicht zurückgekommen sind.“



Man sah an Kirois Blick, dass er es hasste zu warten, aber daran konnte im Moment auch niemand etwas ändern. Kimiko ließ sich von dem mies gelaunten Prinzen nicht stören, sondern beobachtete weiter. Als die Luft wirklich rein war, machte sie sich sofort mit dem jungen Mann auf den Weg in das Hotel. Sie passten auf, dass Sakura sie nicht sah und machten sich auf in Kimikos altes Zimmer. Sie durchsuchte die Schulbladen ihres Schreibtisches, doch das Döschen war nicht mehr da. „Verdammt… wo hat Akiza die Schatulle nur hin getan?“ murrte sie sauer und ging gleich mal nebenan in das Zimmer besagter Meerjungfrau. Kiroi folgte ihr nur ruhig, er kannte sich hier ja gar nicht aus. „Ha!“ hörte er Kimikos Stimme auf einmal und sah zu dieser. Sie hielt die Schatulle, welche die Perle beherbergte in den Händen und öffnete sie. „Gut, die Perle ist noch drinnen. Also dann Kiroi, wir können gehen!“ Kiroi nickte. „Endlich, ich hab noch besseres zu tun, als an Land rum zu irren.“ meckerte er und machte sich mit der Schwarzhaarigen wieder auf den Weg um unbemerkt aus dem Hotel zu entkommen.

Etwas weiter weg, in einem anderen Teil Japans gingen Akiza, Akari, Rina und Kyoko gerade von dem Schiff mit dem sie hier her gefahren waren, nach Okinawa. Es waren Ferien und die wollten die Meerjungfrauen genießen, weswegen sie sich entschlossen hatten, aus Tokyo weg zu fahren. Akiza streckte sich einmal ausgiebig. „Ah~ Frische Luft, ein Tapetenwechsel, das ist es, was ich gebraucht habe.“ sagte sie fröhlich. Rina lachte etwas. „Hey, wir doch auch. Ich denke, es wird uns allen gut tun, mal etwas abzuschalten.“ Kyoko hingegen war nicht ganz so zufrieden. „Ich mache mir dennoch Sorgen. Die Zeit die wir hier verplempern, wird uns genommen um Kimiko zu retten.“ Akari seufzte. „Kimiko werden wir noch retten, aber wir brauchen auch mal eine Pause!“ Tja, der Meinung waren Akiza und Rina auch und so stimmten sie auch gleich in Akaris Worte mit ein. Kyoko seufzte erneut, sie würde sich geschlagen geben, fürs erste. Sie hoffte in ihrem Inneren nur, dass Kimiko wirklich in Ordnung war, und ihr Herz nicht noch schwärzer wurde, wenn sie länger bei den Lunatics bleiben würde. „Willkommen!!!“ hörten die 4 Freundinnen plötzlich eine fröhliche Frauenstimme vor sich. Sie blickten auf und vor ihnen stand eine junge Dame mit lavendelfarbenen Haaren und grünen Augen. „Mein Name ist Naomi Nitta! Ich arbeite in dem Hotel in welchem ihr übernachten werdet! Sehr erfreut euch kennen zu lernen!“ Die Mädchen stellten sich auch vor und folgten der netten Dame dann in das Hotel. Rina und Akiza sahen sich etwas verwirrt an. Woher nahm diese Frau nur die ganze Energie? Sie explodierte ja schon fast, so gut war sie gelaunt. „Ähm, entschuldigen sie, Nitta-san… woher nehmen sie nur die Energie, verraten sie mir ihr Geheimnis!“ meinte Akiza plötzlich sehr ernst, doch die Dame lachte nur. „Ach, ich bin schon so geboren, aber, ich bin auch frisch verliebt, vielleicht liegt es auch daran.“ Sagte sie und wurde leicht rot. Sie war schon etwas verlegen wenn sie so an ihren Süßen dachte. Gerade als sie von ihm sprachen, kam auch schon der junge Mann an, welchen Naomi wohl liebte. Er hatte langes, dunkelrotes Haar und einen ernsten Blick. „Naomi, wo bleibst du denn, die Chefin wartet schon auf dich und die Gäste!“ Naomi lachte kurz. „Tut mir Leid, Kuro-kun! Ich bin ja schon da!“ Rina stockte etwas. Der Typ, er kam ihr bekannt vor, wo hatte sie ihn denn schon mal gesehen? Sie war sich sicher, sie kannte ihn. Kuro ging auf die Mädchen zu und nahm gleich mal Kyoko und Akari die Koffer ab. „Ich werde euch auf eure Zimmer bringen, Naomi bringt eure Freunde zu ihren, kommt.“ mit diesen Worten ging der junge Mann auch schon los und Kyoko und Akari folgten ihm sofort. Naomi sah dem jungen Mann schwärmend nach. „Ist er nicht toll~ Ach ja, kommt, ich begleite euch auf euer Zimmer.“ Und so machte auch Naomi sich mit Rina und Akiza auf zu deren Zimmern.



Etwas später saßen die 4 Meerjungfrauen zusammen mit Naomi an einem Tisch in der Kantine. Sie gingen nochmal den Plan für den Tag durch, denn es sollte am Nachmittag ein kleines Fest hier im Hotel stattfinden, und Akiza hatte die tolle Idee gehabt, dass sie doch ein Lied singen könnten. Nun ging Naomi mit ihnen den genauen Ablaufplan des Abends durch und erklärte die Einzelheiten. „Also, ihr seid vor mir dran, ich habe dafür gesorgt, dass ihr 4 Headsets bekommt, so könnt ihr auch tanzen, wenn ihr wollt. Nebenbei wird den anderen Gästen das Essen serviert, darum kümmert sich Kuro-kun.“ Akiza hörte genau zu, sie wollte ja unbedingt einen tollen Auftritt hinlegen, die anderen 3 waren eigentlich nicht so interessiert daran, doch sie würden für Akiza mitmachen. Der Plan für das Konzert sah doch gut aus und bald war es schon Abends. Akiza stand mit ihren drei Freundinnen hinter der Bühne und sie machten sich bereit. „Okay, Mädels, los geht’s!“ Sie traten hinter dem Vorhang hervor und Akiza fing an, sie alle vorzustellen und erklärte auch, was sie singen würden. „Und nun, viel Spaß bei unserem Song! Kimi to Boku no Mirai!“

Saa yukou sora no hate
Kimi to boku no mirai
Dare mo shiranai asu ga matteru
Saa tobou mayou nara
Sotto senaka osu yo
Yakusoku no chi he (itsuka)
Kitto todoku yo (kimi to)
Mada minu sora no monogatari tsumuide


An den Esstischen stand Kuro und beobachtete das Geschehen auf der Bühne. Er kannte das Lied, doch woher? Er versuchte sich zu erinnern, doch bei den Gedanken an das Lied fing nur sein Kopf an zu schmerzen. Besorgt sah Naomi zu ihm. „Kuro, geht es dir nicht gut? Wenn nicht, leg dich hin, ich übernehme deine Tische.“ Der Mann schüttelte den Kopf. „Nein, du willst doch Auftreten, und das mache ich dir nicht kaputt, es geht schon wieder.“ Sagte er und lächelte sanft. Naomi fand es ja süß, wie er sich so um ihre Träume kümmerte. „So, und nun geh dich bereit machen, du bist gleich nach ihnen dran.“ Naomi schrak auf. Das hatte sie ja schon fast vergessen! Sofort stürmte sie hinter die Bühne und zog sich um.



Kuro ging etwas auf die Knie. Sein Kopf schmerzte immer mehr, je länger das Lied andauerte! Plötzlich schossen ihm Bilder durch den Kopf. Er erinnerte sich! Er wusste wieder woher er das Lied kannte, es war das Lied der Meerjungfrauen! Er erhob sich und nahm seine wahre Gestalt an, nämlich die von Yami! Er hatte sein Gedächtnis verloren gehabt, doch nun war es wieder da, und er würde kämpfen. Das war seine Pflicht als Kuroganes Diener!

Utaou! Uso o misukasu neya de
Tamerai-korae wa tobira ni nagesute
Saihate wa kokoro mo karada mo
Atsuku nari tsumugiau
…a secret out of sight for two


Die Mädchen auf der Bühne schraken auf. Sie kannten diese Stimme doch! Rina knurrte. Sie war sauer auf sich selbst. „Ich wusste es doch, dieser Kuro ist Yami!“ Akiza blickte zu dem Fledermausmann und nickte. Sie mussten sich verwandeln und kämpfen! Doch dazu kamen sie nicht, Yamis Lied lähmte sie, keine der vier Meerjungfrauen konnte sich bewegen. Verdammt noch mal! „W…wir müssen kämpfen!“ schrie Akiza laut, sie wollte sich befreien, aber es wurde einfach nichts! „Purple Pearl Voice!“ ertönte eine Stimme aus dem Hintergrund und zu den Meerjungfrauen auf der Bühne kam eine weitere hinzu, die Violette, welche sofort mit ihrem Lied gegen Yamis kämpfte.

icchau kai? ai nante hoshikunai to?
icchatta-! nee sore wa tada no joudan!
gouin ni goukai ni hikiyoserarete
demo demo muda yo uso uso ureshii




Erleichtert sahen die Meerjungfrauen zu ihrer neuen Gefährtin, welche es gerade schaffte, die Fledermaus in die Flucht zu schlagen. „Verdammte Meerjungfrau, das gibt Rache!“ mit diesen Worten löste sich der Fledermausmann auf und die violette Meerjungfrau sah traurig zu dem Fleck, an welchem er gerade noch gestanden war. „Kuro…“ murmelte sie traurig. Akiza und die Anderen gingen auf sie zu. „Das war toll! Noch eine Gefährtin.“ Die violette Prinzessin schrak aus ihrer Traurigkeit hoch. „Gehen wir wo anders hin, die Menschen werden jeden Moment wieder zu sich kommen.“ Die anderen Prinzessinnen stimmten zu und machten sich auf den Weg zum Strand, wo sie darauf warteten, dass die violette Prinzessin zeigte, wer sie war. Und alle waren erstaunt als auf einmal Naomi vor ihnen stand. „Naomi-san? Das heißt…“ Naomi nickte. „Ja, ich habe eben gegen den gekämpft, den ich liebe… Ich wusste nicht, dass er zu den Lunatics gehört. Als ich ihn am Stand hier gefunden habe, war er nur ein Mann, welcher seine Erinnerungen verloren hatte…“ Traurig blickte die Meerjungfrau auf das Meer. Würde Yami wieder gegen sie kämpfen? Würde einer von Beiden sterben müssen? Sie hoffte es nicht, denn das würde ihr Herz nicht ertragen. Auch wenn er der Feind war, do liebte sie ihn dennoch noch.