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Kapitel 11 - Beat in Angel


„Also dann, ich bin mal eben weg~“ trällerte Kimiko vor sich hin. Im Aufenthaltsraum, na ja, sie nannten es Aufenthaltsraum, denn im Schloss der Lunatics gab es so was nicht, aber sie versammelten sich immer hier, machte sich Kimiko gerade noch ihre Haare fertig. Fukasa schrie laut auf und warf sich Kimiko an den Hals. „Du siehst echt super aus Kimiko-chan! So wird dein Menschenfreund dich sicher heiß finden!“ Kimiko wurde leicht rot und drückte Fukasa leicht von sich. „Ich will ihn doch nicht verführen oder so… Ich will nur ein normales Date mit ihm haben, mehr nicht…“ murmelte sie verlegen. „Er hat mich nicht mehr gesehen, seit ich bei euch bin. Er soll sich keine Sorgen machen.“ Sie meinte es ernst, was sie da sagte. Sie vermisste ihn ja auch sehr, und würde ihn gerne öfter sehen, aber sie lebte nicht mehr an Land, sie war nun hier zu Hause. Manami lächelte leicht. „Ich verstehe dich, es gibt viele gutaussehende Männer an Land. Wenn ich einen an der Angel hätte, würde ich ihn auch nicht zu lange alleine lassen. Nicht, dass er sich eine neue Freundin sucht.“ Kimiko schüttelte den Kopf. „Nein, Touma ist nicht so, er würde so was nie machen!“ Yami lachte auf. „Oh, glaub mir. Wir Männer warten nicht ewig auf Frauen, die sich nicht bei ihnen melden.“ Nun mischte sich Shitai ein. „Nun, dennoch, es ist Kimikos Entscheidung, wenn sie zu diesem Menschen will. Also hört auf ihr Sachen einzureden!“ meinte sie ernst. Sie war irgendwie so was wie die Mutter der Gruppe. Kimiko lächelte ihr dankbar zu. „So, ich gehe dann mal wirklich“, meinte sie kichernd, doch sie kam nicht weiter als drei Schritte, da baute sich Kiroi vor ihr auf. „Was denkst du, wo du hin gehst?“ fragte er genervt. Kimiko blies ihre Backen auf. „Ich gehe auf ein Date!“ Kiroi fauchte. „Hast du nicht wichtigeres zu tun, als einen Menschen zu daten?“ Kimiko drehten sich beleidigt weg. „Da ICH die Perle besorgt habe, hat mir Kurogane-sama erlaubt, den Tag an Land bei meinem Freund zu verbringen!“ Sie drehte sich wieder zu dem blauhaarigen Mann und tippte ihm an die Brust. „Ich werde nun auch gehen, nur weil du keine Freundin hast, heißt das nicht, du darfst mir mein Date vermiesen!“ Mit diesen Worten ging sie an Kiroi vorbei und machte sich auf den Weg an Land.



In Tokyo waren Akari und Naomi gerade am Frühstücken, Akiza und Rina waren in der Schule und so genossen die violette und die rote Meerjungfrauenprinzessin ihr Frühstück. Akari lehnte ihren Kopf auf eine ihrer Hände und seufzte etwas. „Akiza und Rina werden heute lange in der Schule sein, also was machen wir?“ fragte sei gelangweilt. Naomi lächelte sofort. „Natürlich eine Shopping-Tour! Ich brauche ein paar neue Klamotten, oh und da ist diese eine CD welche ich haben möchte!“ Akari kicherte etwas. Es tat gut, endlich jemanden zu haben und sich nicht den ganzen Tag nur zu langweilen. Naomi quatschte noch weiter, was sie alles besorgen wollte, aber Akari hörte schon nicht mehr zu und räumte mal den Frühstückstisch ab. Sie bewunderte Naomi für ihre Energie und Positivität. So jemanden lernte man selten kennen. Nachdem das bisschen Hausarbeit erledigt war, machten sich die Zwei auch schon auf den Weg.



„Shitai!“ rief Kurogane in seinem Thronsaal nach einer seiner Bediensteten. Die älteste, weibliche Lunatic machte sich auf den Weg zu ihrem Meister und verbeugte sich demütig. „Mein König. Was kann ich für euch tun?“ fragte sie, doch die Antwort kannte sie schon längst. „Geh an Land und bring mir ein paar Meerjungfrauen. Ihr wart in letzter Zeit alle sehr faul, ich erwarte gefälligst Resultate! Sonst!“ Demonstrativ zerdrückte Kurogane eine Rose in seiner Hand, die Rosenblätter verteilten sich überall. Shitai zuckte zusammen. Das war nicht gut, wenn ihr König so sauer war. Er log nicht, wenn es heute schief lief, dann würde Shitai sich ihr Grab schaufeln können. „Ich werde euch nicht enttäuschen!“ Sofort verschwand die Seehexe an Land. Sie hatte noch nie so Furcht um ihr Leben gehabt, wie gerade in diesem Moment. Sie musste abliefern, sie musste eine Meerjungfrau fangen, sonst würde sie nicht mehr lange Leben und sie mochte ihr Leben aber! Sie brauchte einen guten Plan, wie würde sie die Meerjungfrauen nur rauslocken? Sie überlegte gut. Es war ja alles nicht so einfach. „Ich könnte einen starken Zauber über die Stadt legen, und sie somit rauslocken… Viele andere Optionen habe ich nicht…“ seufzte die Hexe enttäuscht. Sie wusste gerade nicht, was sie sonst machen sollte. Ihre Gedanken wollten sich einfach nicht befreien von der Todesangst. Sie schüttelte etwas ihren Kopf. „Ich darf nun nicht unachtsam werden, ich muss kämpfen!“ Mit diesen Worten fing sie an, endlich ihr Lied zu singen und einen Zauber über die Stadt zu legen, welcher jeden Menschen in den Schlaf wog, nur die Meerjungfrauen würden wach bleiben, und so konnte sie sie schnell finden!

Magarikunetta toomawari my way
Massugu to chokusen ni
Kiseki no kaitaku! Shouri e no Passion!
Ima no kimi ga susumu Stage wa sou kagayaku Outer Space
Omoi no mama ni sora e tobitatte
Fight for your dream!


In der Stadt waren Naomi und Akari gerade unterwegs, Naomi hatte haufenweise Tüten mit Klamotten in ihren Händen, während Akari an einem Eis leckend neben ihr her ging. „Mh?“ Akari blieb stehen. Naomi sah fragend zu ihr. „Was hast du denn?“ fragte sie besorgt. Der Blick der roten Prinzessin war ernst. „Hörst du das nicht?“ fragte sie, doch in diesem Moment wurden auch schon alle Menschen um sie herum bewusstlos und sanken zu Boden. Die beiden Meerjungfrauen sahen sich an. Naomi stellte ihre Taschen ab, denn die Menschen zu schützen war nun wichtiger! „Purple Pearl Voice!“ „Red Pearl Voice!“ Die Prinzessinnen verwandelten sich in ihre Idolformen und machten sich auf den Weg, die Quelle des Gesanges zu suchen. Bald schon hatten sie Shitai gefunden, diese schien sie noch nicht bemerkt zu haben. Naomi und Akari nickten sich still zu. Das war ihre Chance!



Beat in Angel
tanoshiku na are sono bakagiri demo
Maji!? Angel
watashi no hari itaku itaku shinai
yasashiku mitsume aeba shibireru Passion
nigerarenai kakugo shite yo
hane-mamire Angel Beat!!
Oh,baby! Dance dance Angelic!!
Oh,baby! Dance dance Angelic!!
Oh,baby! Dance dance Angelic!!
Wow...


Shitai schrak auf als sie das Lied vernahm. So war das Ganze hier nicht geplant gewesen. Sofort hielt sie sich ihre schmerzenden Ohren. Das tat zu weh. Warum war ihr nur nicht klar gewesen, dass es so kommen würde, wenn sie die Menschen beseitigte? Sie biss sich auf ihre Lippen und versuchten zu verschwinden, doch Naomi und Akari ließen sie nicht in Ruhe. Sie sangen ihr Lied zu Ende, bis Shitai nur noch vor Schmerzen gekrümmt auf dem Boden lag. Sie durfte nicht verlieren, sie wollte nicht sterben! Sie versuchte immer wieder, sich aufzurichten, doch es ging einfach nicht mehr. Sie musste flüchten… Sie konnte nicht mehr! Sie löste sich auf und teleportierte sich zurück in das Schloss. Sie hatte Angst nun Kurogane zu begegnen. Er würde sie töten! Sofort blickte sie auf als sie Schritte vernahm. Sie sah auf und erblickte geschockt die roten Augen von Kurogane. „Ich bin sehr enttäuscht von dir Shitai.“, sagte er ernst und sauer. Shitai wollte sich rechtfertigen, sie wollte leben, doch Kurogane machte ihr da einen Strich durch die Rechnung.

Arifureta koigokoro ni ima wana o shikakete
Wazuka na sukima ni mo ashiato nokosanaiyo


„Kurogane-sama! Habt erbarmen!“ flehte Shitai ihren König an, doch er sah nicht ein, so jemanden unfähigen noch am Leben zu lassen. „Blast from Hell!“ Das Letzte, was von Shitai gehört wurde war ihr lauter Schmerzensschrei wie er durch das Schloss drang.

„Hihihihi… hör auf Touma!“ Kichernd lag Kimiko unter Touma auf dessen Couch. Der junge Schüler kitzelte die junge Dame gerade ordentlich durch und hatte dabei auch sichtlich Spaß. Kimiko konnte schon kaum mehr atmen vor lauter Lachen, aber Touma dachte nicht daran aufzuhören. Das war mehr oder weniger seine Rache, dafür das Kimiko so lange verschwunden war, ohne sich bei ihm zu melden. Weil die Beiden so blödelten, merkten sie gar nicht, wie die Haustür aufging und Toumas Bruder nach Hause kam. Er hörte nur die Geräusche und seufzte etwas. Sein Bruder war doch nicht etwa unzüchtig mit seiner Freundin, und das noch dazu auf der Wohnzimmercouch? Er machte sich auf den Weg ins Wohnzimmer und wagte den Blick. Er seufzte etwas, als er sah, was da vor sich ging. „Touma… Kimiko… was wird das?“ Erschrocken setzten sich Kimiko und Touma auf und blickten Hokuto an. „Das… das war nur…“ meinte der Blondling verlegen zu seinem Bruder. Dieser seufzte nur nochmals… „Macht so was gefälligst in deinem Zimmer.“ Mit diesen Worten verschwand Hokuto in seinem Zimmer. Kimiko und Touma sahen sich verwirrt an. Was sollte denn das heißen?