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Kapitel 13 - Falling Roses


Tsukikage ni saku kano hana wa
Kegarenaki yuki no you ni
Anata to wakatsu kono omoi
Towa no yume ni kuchihatetemo
Hitoshirezu saku kano hana wa
Kedakaki honoo no you ni
Anata to negau rintoshita
Ai no sora ni ayanasu futatsu no tsuki


Rina sang gerade ihr neues Lied „Futatsu no Tsuki“. Warum? Das hatte einen guten Grund. Sie kämpfte gerade und zwar gegen Kimiko. Diese wand sich vor ihr und hielt sich ihre Ohren während sie immer mal wieder schmerzverzerrt aufschrie. Sie wollte Kimiko nicht wehtun, aber es ging gerade nicht anders. Die weiße Prinzessin hatte Rina angegriffen und diese verteidigte sich nur. Als ihr Lied zu Ende war, sah sie mitleidig zu ihrer Gefährtin. „Kimiko… es tut mir leid was ich gesagt habe! Bitte, komm zur Vernunft! Komm zu uns zurück! Die Lunatics nutzen dich doch nur aus!“ rief sie der weißhaarigen Meerjungfrau zu. Diese sah sauer zu Rina, während sie etwas keuchend atmete. Sie war ziemlich mitgenommen von dem Lied der blauen Meerjungfrau. „V…vergiss es! Ihr seid es doch, die mich hintergangen haben! Ich werde nie zu euch zurückkehren!“ schrie sie sauer. Sie wusste aber auch, dass sie gegen Rinas neues Lied machtlos war. Sie brauchte wohl oder übel Kirois oder Fukasas Hilfe um die Meerjungfrauen zu vernichten, und das passte der weißen Prinzessin gar nicht. „Rina! Diesmal hast du gewonnen, aber, das nächste Mal bist du fällig!“ fauchte sie sauer ehe sie sich auflöste und in das Versteck der Lunatics zurück verschwand. Rina sah ihr nur traurig nach. „Kimiko… Es tut mir leid…“



Am Strand saß Rina nun wieder in ihrer Menschengestalt und blickte zu der untergehenden Sonne. Sie wollte wieder ins Meer, erneut versuchen Kimiko zu holen, aber sie wusste wohl genau, dass Kimiko nicht wieder kommen würde. Sie würde aber nicht aufgeben. Es war ihre Schuld, also würde sie die Prinzessin auch retten. Sie traute sich kaum noch ins Hotel, wenn sie sah wie Akiza und Kyoko sich um Kimiko sorgten, da wurde ihr immer schlecht vor lauter Schuldgefühlen. Sie seufzte etwas. Es brachte nichts, jetzt in Selbstmitleid zu ertrinken. Sie musste endlich mal wieder zu sich kommen! „Oh, du bist es!“ Als Rina eine männliche Stimme hörte blickte sie sofort auf und blickte in ihr bekannte grüne Augen. „Misuto-san…“ Er lächelte sanft und setzte sich einfach zu ihr. Irgendwie war ihr das ein wenig unangenehm, aber er schien es ja nett zu meinen. Eigentlich traute sie Menschen ja nicht, aber, sie spürte, dass sie ihm irgendwie vertrauen konnte. „Du wirkst schon wieder so traurig Rina-chan, was hast du?“ fragte er sanft. Rina blickte ihn verwundert an. Warum wollte ein Mensch von ihrem Leiden hören? Sie hatte immer Gedacht, dass die Landbewohner nur egoistisch und kaltherzig waren, aber Misuto schien so anders. „Ich… Eine Freundin glaubt, ich habe sie verraten… sie hat unserem Freundeskreis den Rücken gekehrt, nur wegen meinen Worten… Ich… ich wollte doch nicht…“ Nun war es mit Rina vorbei, sie konnte auch nicht immer die Starke spielen. Ihr liefen Tränen ihre Wangen hinunter. Geschockt blickte Misuto sie an, sofort griff er in seine Tasche, mit der anderen Hand packte er sanft ihre Schulter. „Weine nicht, ich bin sicher, dass sich das alles klären wird. Hier.“ Er reichte ihr ein Taschentuch, welches Rina gerne nahm, um ihre Tränen zu trocknen. Sie ließ einfach ihren Gefühlen freien Lauf, sie redete sich alles von der Seele, was sie bedrückte. Nur die Sache mit den Lunatics und Meerjungfrauen ließ sie aus, aber sie war Misuto dankbar, dass er sich ihr Gejammer anhörte. Er begleitete sie sogar nach Hause um sicher zu gehen, dass sie auch wirklich okay war. Vor der Haustür reichte er ihr ein Stück Papier. „Hier, das ist eine Eintrittskarte zu meinem nächsten Konzert. Ich hoffe ich sehe dich da.“ Mit diesen Worten machte sich der junge Mann auch wieder auf den Weg in die Stadt. Verwundert blickte Rina ihm nach, danach glitt ihr Blick zu der Eintrittskarte in ihrer Hand. Ein Konzert? Er spielte in einer Band? „Riiiiiiiinaaaaaaaaaaa!“ Die blaue Meerjungfrau schrak auf als sie ihre Stimme hörte und wich etwas zurück als sie Akari und Akiza vor sich sah, welche nur breit grinsten. „Warum hast du uns nicht gesagt, dass du einen Freund hast?“ „Wie alt ist er? Verdient er Geld?“ Rina sah die Beiden nur nervös an. Warum fragten sie sie so aus? Sie wollte das nicht, ihr war das total unangenehm! Sie stürmte einfach an den Beiden vorbei und gleich in ihr Zimmer. Na toll, nun würde sie nur noch Fragen von den Beiden hören. Ihr Blick glitt auf die Eintrittskarte. Ein Konzert also, mh?



Yami kniete demütig vor seinem Meister. Kurogane war mal wieder stinksauer, war er denn nur von Idioten umgeben?! Alle versagen! Jeder einzelne, selbst sein Bruder war zu nichts zu gebrauchen. „Yami! Wenn du mir heute nicht eine Perle bringst, dann bist du der Nächste, der stirbt! Ich habe Shitai schon getötet, ich werde es mit dir auch machen!“ Yami rannte gerade der Angstschweiß seine Stirn hinunter. Das war das erste Mal, dass er seinen Meister so sah und gerade wünschte er sich echt, dass er sich nie erinnert hatte und bei Naomi geblieben war. Er nickte nur auf die Befehle von Kurogane hin und verschwand sofort. Er durfte heute nicht versagen, davor hatte er gerade zu große Angst. So musste sich wohl auch Shitai gefühlt haben, als sie das Ultimatum bekommen hatte. Er holte tief Luft. Er durfte nun nicht nervös werden, sonst würde er noch alles versauen. In der Menschenwelt begab er sich erst mal an den Strand, er wusste, dass die Meerjungfrauen wenn dann hier sein würden. Er musste sie nun nur noch herauslocken.



Odorou! Fuutai o matowanu mama de
Te o tori kono yoru tobira ni mukiai
Hajimari wa atsui kuchizuke de
Moe tagiri mekurumeku
...Sweet and dangerous night for two
Kuruwasete yo dare yori mo


Im Hotel war gerade Naomi dabei die Wäsche abzunehmen, als sie etwas hörte, sie kannte dieses Lied doch! Das war Yami. Ohne weiter nachzudenken stürmte Naomi los zu der Quelle des Gesanges. Dass es ihr Untergang sein konnte, das war ihr gerade egal. Sie wollte nur zu Yami! Als sie ihn erblickte, war sie heilfroh doch als das Lied lauter wurde, wurden auch ihre Schmerzen mehr. Sie ging zu Boden und schrie schmerzverzerrt auf. Das Geschrei ließ Yami sofort sein Lied beenden. Er blickte zu der jungen Dame und seine Augen weiteten sich. „Naomi…“ Warum ausgerechnet sie? Warum musste ausgerechnet die Meerjungfrau, welche er nicht gefangen nehmen wollte hier erscheinen. Am liebsten würde er sie sofort in den Arm nehmen und sie beschützen, doch es ging einfach nicht. Er hatte kein Recht dazu. „Red Pearl Voice!“ Yami schrak auf als er den schrei einer anderen Meerjungfrau hörte. Er blickte zu Akari, doch sie war nicht alleine Akiza, Kyoko und Rina waren bei ihr. Er wich etwas zurück. Oh je, das sah nicht gut aus. Wenn er nun versagen würde. „Nein, ich darf nicht aufgeben!“ schrei er wild und versuchte erneut sein Lied zu singen.



Utaou! Uso o misukasu neya de
Tamerai-korae wa tobira ni nagesute
Saihate wa kokoro mo karada mo
Atsuku nari tsumugiau
…a secret out of sight for two
Kurueru darou dokomademo


Die Meerjungfrauen ließen sich davon aber nicht verschrecken, sie waren stärker geworden. Sofort fingen sie an mit ihrem Song „Legend of Mermaid“ zu kontern, so das Yamis Stimme bald verstummte, als er zu Boden ging. Es schmerzte, es schmerzte so sehr, doch er würde lieber selber sterben, als das Naomi etwas passieren würde. Er biss sich auf die Lippen und ließ das Lied über sich ergehen. Naomi merkte das sofort. „Hört auf zu singen!“ rief sie und ihre Freundinnen waren sofort still, immerhin wussten sie, was Naomi fühlte. Sie kniete sich zu Yami. „Warum wehrst du dich Yami?“ Der Fledermausmann sah seine Geliebte an und lächelte leicht zwischen den schmerzverzogenen Blicken. „Ich… kann dich nicht gefangen nehmen… Lieber sterbe ich…“ murmelte er. Naomi konnte nicht anders, sie legte die Arme um den Lunatic. „Dann geh nicht! Du musst nicht gegen uns kämpfen! Bleibe bei mir! Kämpfe an Land mit uns!“ flehte sie ihren Yami an. Der junge Mann war verwundert. Wie konnte sie nur so nett sein, obwohl er der Feind war? Er verstand es nicht, doch er wusste, dass wenn er zurück kehren würde ins Schloss, das sein sicherer Untergang wäre. Er legte seine Arme sanft um Naomi. „Ich lasse dich nie wieder alleine…“ murmelte er.



Etwas später Abends stand Rina in der ersten Reihe in der großen Konzerthalle der Stadt und blickte auf die Bühne. Da stand doch tatsächlich Misuto und sang in einer Band! Und er war auch noch verdammt gut! Sie blickte zu dem Anderen auf, ihre Augen strahlten als sie dem Lied lauschte.

Falling rose falling rose kami yo sukui wo
Hitosuji no hikari wo
Falling rose falling rose chiri yuku bakari no kono
Akai bara