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Kapitel 17 - Freundschaft, Streit und süße Panther


Es hatte gerade zur Pause geklingelt und Kimiko, Akiza und Rina hatten sich auf das Dach der Schule begeben um gemeinsam zu Essen. Akiza hatte für sie 3 Bentos gemacht. Bevor sie jedoch anfingen konnten zu essen, musste Akiza etwas wissen, was sie schon seit der Touma Rettungsaktion interessiert hatte. „Kimiko… sag mal… Wir haben doch Kiroi befreit und plötzlich warst du weg… dann tauschst du mit Touma auf… was ist aus Kiroi geworden und wie hast du Touma so schnell gefunden?“ Rina blickte auf. Das war eine gute Frage. Sie hatte sich das auch schon gefragt. Kimiko seufzte etwas. Sie musste es ihnen wohl oder übel sagen. „Nun, es ist so… Touma… ist irgendwie… Kiroi…“ Die beiden Freundinnen der weißen Meerjungfrau sahen sie verwirrt an. „Wie Touma ist Kiroi?“ Kimiko seufzte genervt. „Wie ich es schon gesagt habe, Touma ist Kiroi, die Beiden sind ein und dieselbe Person!“ Akiza hustete vor lauter Schock. „Was? Aber! Du hast doch gesagt, Kiroi hat die eine Nachricht zugesteckt, dass Touma entführt worden wäre!“ Kimiko stemmte die Hände an ihre Hüften. „Mal ehrlich. Hättet ihr mir geholfen wenn ich gesagt hätte, dass ich Kiroi holen will?“ Akiza fauchte zurück. „Natürlich nicht! Er gehört zu den Feinden!“ „Ja, aber es ist immer noch mein Freund und er hat uns geholfen zu entkommen.“ „Das ist doch egal!“ „HÖRT AUF IHR BEIDEN!“ Kimiko und Akiza schraken zusammen als Rina so laut wurde. Sie blickten zu der Schwarzblauhaarigen. „Akiza, du hast Recht, Kimiko hätte nicht lügen dürfen, aber Kimiko hat auch Recht, er hat sie gerettet und er wurde dafür sogar von seinem Bruder bestraft, wir können ihm trauen. Und nun setzt euch und esst endlich.“ sagte sie leise. Kimiko und Akiza sahen sich nochmal kurz an, ehe sich Beide mit einem: „Hmpf!“ voneinander wegdrehten und hinsetzten. Die ganze Pause über redeten sie kein Wort mehr miteinander. Rina seufzte nur. Das konnte ja noch was werde… Hoffentlich vertrugen sich die Beiden auch bald wieder, sie wollte nicht immer die Streitschlichterin zwischen den Beiden spielen, das nervte manchmal nämlich wirklich. Vielleicht sollte sie aber auch Mizuna, Naomi oder Akari bitten, das zu machen? Mh, das wäre vielleicht nicht schlecht. Sie würde später mal nachfragen.



„Wir sollen Streitschlichter spielen?“ fragten die grüne, rote und violette Meerjungfrauenprinzessin im Einklang. Rina hatte sich vor ihnen tief verbeugt als sie ihre Bitte geäußert hatte. Sie wollte das einfach nicht selbst machen, sie konnte auch nicht immer der Streitschlichter sein. Mizuna seufzte etwas. „Tut mir leid, ich kann nicht… Ich habe mit Akari geplant, dass wir uns heute einen Studienplatz suchen. Die Anmeldezeit ist bald vorbei.“ Akari nickte bestätigend auf diese Worte hin. Naomi faltete die Hände und verbeugte sich ein wenig. „Mir tut es auch leid, aber Yami und ich haben heute ein Date und das will ich nicht absagen.“ Oh, Mann… Na ja, irgendwie hatte Rina schon mit einer Abfuhr gerechnet, aber dennoch… Also blieb doch wieder alles an ihr hängen. „Rina~“ Die Angesprochene sah auf als sie Akizas Stimme hörte. Sie war so abgelenkt, dass sie gar nicht merkte, wie sich Akari, Mizuna und Naomi sich heimlich aus dem Hotel schlichen. Akiza nahm fröhlich ihren Arm. „Du begleitest mich doch sicher shoppen oder?“ fragte sie sanft und unschuldig lächelnd. Ruhig fragte Rina aber dann doch: „Und Kimiko?“ Akiza verzog etwas beleidigt das Gesicht. „Die ist bei ihrem Freund, also lass uns gehen, komm schon!“ Ohne Rinas Antwort abzuwarten zog sie die Dunkelhaarige einfach in die Stadt hinein. Die türkise Prinzessin schien ja echt beleidigt zu sein, wenn sie Kimiko wo sie nun endlich wieder da war, so mied. Aber Rina blieb lieber still, vielleicht beruhigte sich ja auch alles von selbst wieder. Nein, sie war sich sicher, so war es!



Wenige Minuten später waren sie auch schon an ihrem Zielort, der großen Shoppingmeile der Stadt. Vor ihnen war ein riesiger Menschenauflauf. „Was ist da los?“ fragte Akiza neugierig und kämpfte sich mit Rina durch die Menge. Als sie es in die vorderste Reihe geschafft hatten, sahen sie nur 5 Mädchen vor sich. Sie sangen gerade ein Lied. Es waren wohl Straßenmusiker. Ruhig lauschten Rina und Akiza der Musik. Die dunkelblaue Prinzessin verstand nicht, warum die Leute um sie herum so schwärmte… aber Akiza schien es wohl auch zu gefallen, denn diese lächelte zufrieden neben ihr und summte im Takt mit den Mädchen.

Wake up!
mabushii hizashi abite
ima mune no kibou ga KIMI to kasanaru
Stand Up!
akenai yoru ha nai kara
asu no egao shinjirunda
kagayakitai
my only one




Rina fand das Lied nicht schlecht, nicht dass das noch jemand behaupten würde, aber es war nicht so ihr Geschmack. Als das Lied zu Ende war, fingen die Leute sofort begeistert an zu Jubeln und zu Klatschen. „Das war toll!“ rief ein Mädchen. „Wer seid ihr?“ fragte ein Junge. Eines der Mädchen, sie hatte Katzenohrhaarspangen in ihren Haaren, trat hervor. „Wir sind Equista, und wir hoffen, dass wir bald berühmte Idols werden! Wir hoffen, ihr unterstützt uns!“ Sofort fingen die Leute wieder an zu Jubeln. Die Mädchen schienen jetzt schon sehr beliebt zu sein, also würden sie es auch locker schaffen, ein Plattenlabel zu finden. Akiza lächelte. „Ich denke, wenn sie wirklich berühmt werden, werde ich mir jede CD kaufen!“ Rina seufzte etwas. So kannte sie Akiza eben. Sie blieb lieber ruhig und setzte mit Akiza die Shoppingtour fort. Akiza probierte immer wieder neue Kleider an und Fragte Rina nach deren Meinung, doch die Prinzessin war in den Gedanken bei Kimiko. Ob sie noch sauer war? Sie wollte nicht, dass ihre Freunde streiten. Vielleicht sollte sie sich später noch einmal mit Kimiko und Akiza zusammen hinsetzen und alles bereden. Sie würden sich wieder vertragen. „Rina? Rina!“ rief Akiza laut und riss die burschikose junge Dame aus ihren Gedanken. Vorsichtig sah sie auf. „Oh, ja… Das steht dir…“ Akiza setzte sich neben Rina. „Woran denkst du?“ fragte die Türkishaarige. „An Kimiko… Wollt ihr euch nicht wieder vertragen? Das war doch jetzt nichts Schlimmes…“ Akiza war nun dran mit dem seufzen. „Du hast ja recht… Ich werde nachher mit ihr reden. Aber im Moment ist sie bei Touma im Zimmer und kümmert sich um diesen.“ Sagte die Türkishaarige ruhig. Sie verstand ja Kimiko auch irgendwie, immerhin würde sie wohl auch alles tun wollen, um Seiya zu retten, selbst wenn er einer der Bösewichte wäre. Sie erhob sich ruhig. „Ich ziehe mich um, und dann gehen wir heim, okay?“ sagte sie sanft und machte sich auch gleich auf in die Umkleide. Rina atmete erleichtert aus. Das ging diesmal ja wirklich schnell, aber es war auch einfach schön, wenn sich alle wieder vertrugen. Nun musste Rina nur noch ein Hühnchen mit den Mädels rupfen, immerhin hatten Naomi, Mizuna und Akari sie einfach im Stich gelassen!

Zur selben Zeit, etwas weiter weg, waren Mizuna, Akari und Naomi aber gerade selbst beschäftigt. Die lilahaarige Prinzessin war sauer, denn einer der Lunatics, nämlich Fukasa, war aufgetaucht bevor sie zu Yami konnte, und jetzt mussten die Drei ihre Aufgabe erfüllen und kämpfen. Sie sangen ihren neuen Song „Cutie Panther“.

Cutie Panther watashi doko demo iku yo
kimi no kimi no kokoro nusunde miseru yo
Cutie Panther watashi doko demo iku yo
kimi no kimi no kokoro wo hanasanai




Die kleine Elfe hielt sich gequält ihre Ohren, wie sie diese Meerjungfrauen doch hasste! Sie und ihre dummen Stimmen bereiteten ihr immer so große Kopfschmerzen! „Lavender Melody Pitch!“ riefen die drei Prinzessinnen und besiegten Fukasa somit ganz. Die Elfe ging zu Boden und knurrte sauer. „Na wartet! Das werdet ihr noch bereuen, ihr verdammten Meerjungfrauenprinzessinnen!“ Sie löste sich in Luft auf und ließ die drei Meerjungfrauen zurück. Genervt seufzte Naomi. „Wegen dieser dummen Gans komme ich nun zu spät zu meinem Date!“ Sie verwandelte sich zusammen mit den anderen Beiden in ihre Menschengestalt zurück, ehe sie getrennte Wege gingen. Naomi machte sich auf den Weg zu Yami nach Hause, während Akari und Mizuna nun endlich wie geplant ihre Universität aufsuchen und sich inskribieren konnten.

Im Hotel, ebenfalls zur selben Zeit saßen Kimiko und Yumi gerade an Kirois Bett und warteten, dass der junge Mann aufwachte. Sanft strich Kimiko ihm mit einem feuchten Tuch über den Kopf. Yumi sah sehr besorgt aus. „Mama… warum hat Papa sich wieder in sein wahres Ich verwandelt? Er war doch vorhin noch Touma…“ Kimiko seufzte. „Ich weiß es nicht, meine Kleine… Vielleicht hat er geträumt, er müsse kämpfen oder so.“ murmelte sie leise, während sie das Tuch weglegte. Yumi sprang plötzlich auf, was auch Kimiko etwas erschreckte. „Ich hole dir und Papa was zum Essen!“ meinte sie fröhlich und hüpfte dann die Treppen hinunter. Die weiße Prinzessin sah ihr nur verwirrt nach. Sie konnte irgendwie immer noch nicht ganz glauben, dass dieses Mädchen ihre zukünftige Tochter war, aber irgendwie machte sie das auch glücklich. „Ki…miko…“ hörte die schwarzhaarige junge Dame plötzlich eine Stimme neben sich. Sie blickte auf das Bett und sah in Kirois violette Augen. Er war wach, endlich! Sie fiel ihm um den Hals. „Es geht dir gut! Ich habe mir so Sorgen gemacht!“ Kiroi lächelte etwas schwach. „Hey… es ist doch alles okay.“ Sagte er leise, aber Kimiko war gerade einfach so froh. Sie konnte nicht anders als ihn zu küssen. Endlich, endlich hatte sie ihn wieder! „Papa!“ Yumi war nun auch zurückgekehrt und sprang zu Kimiko und Kiroi ins Bett. Kiroi sah Yumi nur verwirrt an. „Papa?“ fragte er verwirrt. Kimiko lachte etwas verlegen. „Touma… nein Kiroi… das… ist unsere Tochter aus der Zukunft.“