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Kapitel 18 - Mizunas erste Liebe


Mit ersten Blicken sahen sich Akiza und Kimiko an. Sie hatten sich immer noch nicht wieder vertragen, aber Rina bestand darauf, dass sie das jetzt ein für alle Mal klärten, damit endlich wieder Ruhe. Sie hasste es, wenn ihre Freundinnen sich stritten! Kimiko seufzte etwas, sie wollte das alles ja auch nicht. "Du Akiza..." murmelte sie leise. Die Türkishaarige blickte auf. "Was?" Nervös kratzte sich die schwarzhaarige Meerjungfrau am Hinterkopf. "Lass uns das begraben... oder? Wir sind doch Freunde. Wegen so etwas zu streiten ist doch doof, da hat Rina schon recht..." Akiza sah noch etwas sauer zu der jungen Meerjungfrau, nickte dann aber und lächelte ebenfalls ruhig. "Ja, vergessen wir das! Wir haben schon schlimmeres überstanden!" Kimiko und Akiza waren eben doch beste Freundinnen, k merkte man hier gerade auch wieder. Erleichtert atmete Rina aus. Endlich hatte sie wieder Ruhe und konnte nun endlich ihr Anliegen vorbringen. "Hört mal, Sakura-san hat mich gefragt, ob wir ihr nicht im Hotel aushelfen, so lange wir Ferien haben... Ich hab irgendwie schon zugestimmt." Kimiko und Akiza blickten sich an. "Ist wohl schon beschlossen oder? Also gut, bin dabei! Aber ich muss mich nebenbei noch etwas um Kiroi kümmern... er ist immer noch recht schwach." Akiza und Rina nickten verständlich. "Wo wir gerade von Jungs die wir Daten reden~ Rina, wie sieht es denn nun zwischen dir und Misuto aus~" fragte die Türkishaarige mal expliziet nach. Sofort wurde Rina knallrot und drehte sich weg. "N...nichts! Was soll denn da schon sein! Wir sind nur Freunde, mehr nicht!!!" Akiza und Kimiko grinsten breit. "Ja klar~" sagte sie einstimmig. Rina drehte sich beleidigt weg. "Lasst mich doch in Ruhe!"

Zur selben Zeit war Mizuna gerade in der Stadt unterwegs. Akari wollte heute ihr Reich besuchen und Mizuna wollte sie da begleiten, aber zuerst wollte sie noch alles, was sie für die Universität brauchte, besorgen. Verloren blickte sie auf ihre Liste, welche sie sich gemacht hatte. Es war zwar schön und gut, dass sie wusste, was sie brauchte, aber wo sollte sie das alles besorgen? Sie war nie lange genug an Land gewesen, um sich um so was Gedanken zu machen. Wo fand sie das alles nur? Vielleicht sollte sie fragen, aber... kam das nicht etwas blöd? Sie blickte sich nervös um. "Entschuldigen Sie, Miss?" hörte die grüne Meerjungfrau eine sanfte Stimme. Sie drehte sich fragend um und sah in die wunderschönen Augen eines großgewachsenen Menschen. "I...ich... also..." Sie war gerade so fasziniert, dass sie nicht wusste, was sie sagen sollte. Im Meer gab es keine so schönen Männer... zumindest hatte sie noch nie so einen gesehen. "Miss?" fragte er nur noch mal besorgt. "Oh... ich... ja..." Mizuna versuchte sich wieder zu fassen. Warum nur war sie so verzaubert gewesen? "Ähm, ich suche... einen Laden für ähm... Schulzubehör... Ich bin neu in dieser Stadt... Ich… wohne im Hotel… am Meer und war noch nie wo anders…" Irgendwie war es ihr ja schon peinlich, so hilflos zu sein, aber so war es eben nun, sie konnte daran auch nichts mehr ändern. "Oh, das ist leicht. Ich bringe Sie hin." bot ihr der hübsche Mann mit den türkisen Haaren an. Sofort nickte sie. Bevor sie etwa noch ewig umherirrte, war es wohl besser, wenn sie sich etwas Hilfe holte, und dieser Mensch schien nett zu sein. "Ich bin übrigens Rei Suzuhara.", stellte sich der Mann vor. Rei, Mizuna mochte den Klang des Namens. Soweit sie wusste bedeutete Rei Null... Das war aber nicht im Negativen. Die Null bedeutete meistens ein Ende und einen Neuanfang. Sie mochte die Bedeutung des Namens. Sanft lächelte. "Mein Name ist Mizuna Shinohara, sehr erfreut" sagte sie sanft. "Freut mich ebenfalls" antwortete der Mann, als er plötzlich stehen blieb. "Hier sind wir, der Schreibwarenhandel. Hier finden sie alles, Shinohara-san" sagte er sanft. Mizuna blickte auf das Gebäude. Es war schade, dass es so schnell gegangen war... aber... "Danke vielmals!" Der Mann verabschiedete sich noch freundlich und ging dann wieder. Oh, Mann... Irgendwie vermisste sie ihn jetzt schon. Was war das nur für ein warmes Gefühl in ihrer Brust? "Mizuna?" Die Angesprochene wand sich sofort zu Stimmen. Es waren Akari und Naomi. "Was macht ihr denn hier?" fragte die grüne Prinzessin ihre Freundinnen verwundert. "Nun, du wolltest schon vor einer Stunde zurück sein, wir wollten doch aufbrechen.", sagte Akari ruhig. Oh je... Vor lauter umher irren hatte Mizuna ganz die Zeit vergessen. "Es tut mir leid..." murmelte sie entschuldigend. Sie würde mit Akari gleich aufbrechen, doch zuvor waren ihre Schulsachen noch wichtiger. Ihr Blick ging noch einmal in die Richtung des Mannes, welcher sie hier her begleitet hatte. Auch die beiden anderen Meerjungfrauen folgten ihrem Blick. „Wer war das denn?“ fragte Naomi, doch Mizuna schwieg.



Unterwasser, im Schloss der Lunatics, saß Kurogane gerade in seinem großen Bad und genoss das Wasser um sich. Er horchte auf, als er leise Schritte vernahm. Er spürte, wie sich jemand zu ihm setzte und seine Schulter sacht berührte. Diese kalten Finger... es war ganz klar Manami. "Was willst du Manami? Hast du mich nicht schon genug enttäuscht?" Demütig sank die Angesprochene ihr Haupt. "Es tut mir leid, Kurogane-sama... Bitte, gebt mir noch eine Chance." Der Herrscher lachte kalt und blickte mit seinen feurigen Augen zu seiner Dienerin. "Fein, du bekommst eine letzte Chance... Wenn du versagst, war es das für dich, haben wir uns verstanden?" Manami lächelte. "Ich werde euch nie wieder enttäuschen, glaubt mir" hauchte sie sanft. Sie wollte ihrem Herren einfach beweisen, dass sie dazu fähig war, ihm zu dienen und die Meerjungfrauen zu vernichten. "Ich werde mich ins rote Reich begeben und es vernichten. Die Prinzessin befindet sich an Land, also sollte es ein Einfaches sein, das zu schaffen.", sagte die Eishexe während sie eine Rose aus Kuroganes Badewasser fischte und diese in eine Eisschicht einhüllte. Kurogane blieb jedoch unbeeindruckt und nahm einen Schluck aus seinem Weinglas. Große Töne hatte noch jeder seiner Diener gesprochen, doch niemand konnte ihn bisher zufrieden stellen. Manami erhob sich und verlies den Raum. Kurogane lachte auf. "Ach Manami... es war schön dich gekannt zu haben."



„Mir ist sooooooo langweilig!“ meckerte die türkise Prinzessin gerade vor sich hin, während sie ihren Kopf auf dem Tisch parkte. Sakura wollte doch, dass sie hier aushalfen, aber es war gar nichts zu tun! Sie hatten nicht viele Gäste, und die, welche sie hatten waren am Strand. Was machten die Meerjungfrauen also? Sie saßen im Café des Hotels und warteten darauf, endlich Leute bedienen zu können. Rina verschränkte ihre Arme und seufzte etwas. „Wenn du nun rum zickst, bringt und das auch nichts… In ein paar Stunden ist Mittag, dann werden die Leute sicher hier her kommen, so lange müssen wir eben warten.“ Sie war ja auch gelangweilt, aber sie konnten eben im Moment nichts anderes machen. Kimiko seufzte ebenfalls. „Hey, beruhigt euch doch ihr Zwei… seht mal, da kommen Leute, also lächelt!“ sagte sie, ehe sie sich von ihrem Platz aufmachte zu den neuen Gästen und ihnen einen Tisch zuwies. Während die Schwarzhaarige die Kunden bediente seufzte Akiza erneut. „Ich wäre gerne mit Mizuna und Akari im Meer unterwegs… oder mit Seiya…“ Rina schüttelte nur den Kopf. Das war so typisch Akiza, aber so kannte sie ihre Freundin eben. Hoffentlich passierte Mizuna und Akari nichts… Wer wusste schon, ob Kurogane nicht etwa eine Falle geplant hatte.



"Ah~ Ich war ewig nicht mehr hier~" gab Akari ruhig von sich, während sie mit Mizuna durch den Palast des roten Reiches schwamm. Sie hatte ihre Heimat ja schon vermisst, aber es war gerade einfach wichtiger, die Welt vor den Lunatics zu schützen. Mizuna lächelte sanft. Sie verstand Akari da schon, sie würde so gerne in ihr Reich zurück gehen, doch… im Gegensatz zu Akaris Reich, gab es das von Mizunas Reich nicht mehr viel… Kurogane und seine Lunatics hatten es komplett zerstört. „Mizuna?“ Die grüne Prinzessin schrak aus ihren Gedanken hoch. „Oh, Entschuldigung. Was hast du gesagt?“ Die rothaarige Meerjungfrau hob eine Augenbraue. Mizuna war schon seit sie sie in der Stadt gefunden hatte so… abwesend. „Was ist los mit dir?“ fragte sie verwirrt. Mizuna wurde leicht rot, sie wusste auch nicht warum. „Ich… glaube… ich habe mich in einen Menschen verliebt…“ meinte sie verlegen. Verwundert weitete ihre beste Freundin die Augen. „Was? Echt?“ Die Prinzessin lächelte nur verlegen. „Das ist toll!“ Akari umarmte sofort ihre Freundin. Sie wusste zwar, dass eine Liebe zwischen Mensch und Meerjungfrau sehr schwer war, aber es war nicht unmöglich. Akiza und Seiya zeigten es ja. Okay, der Junge wusste nicht, was Akiza war, aber dennoch, es war möglich! Plötzlich erschütterte ein Erdbeben den Palast der roten Prinzessin. „Was…?“ „Prinzessin! Mizuna-sama! Schnell! Flieht!“ Akari sah zu ihrer engsten Vertrauten. Was war nur los?

Thrill no nai ai nante
Kyoumi aru wakenai janai
Wakannai kanna…
Taboo o okaseru yatsu wa
Kiken na Kaorimatou no yo
Oboeteokeba? Come Again!

Mizuna und Akari schraken auf. Sie kannten das Lied. Es war das eines Lunatics! Das von Manami! Sofort schwammen die Beiden aus dem Palast und suchten die Eishexe sofort. „Manami! Lass mein Reich in Ruhe!“ fauchte die rote Prinzessin sauer. Manami schrak sofort zusammen als sie die Stimme der Prinzessin vernahm. „Was? Aber… was machst du hier? Du solltest nicht hier sein!“ Ihr Plan funktionierte doch nicht, wenn sie jemand aufhalten konnte! Das war nicht geplant! Das war nicht fair! „Mizuna, komm!“ Die grüne Prinzessin nickte und verwandelte sich nun zusammen mit ihrer besten Freundin in ihre Idol gestalten. „Wir werden nicht zulassen, dass du dieses Reich zerstörst!“ „Mach dich bereit!“ Und so begannen die Beiden, Mizunas neuen Song „A.No.Ne.Ga.N.Ba.Re!“ zu singen.

A-No-Ne
Ganbarigata wa chigai kamo?
Hitorikiri de nayamanaide
Kanashiku naru no tsumaranai…
Ganbaru no wa jibun no tame
Sora ja kutabirete shimau no
Dareka no egao dakishimeyou you
Issho ni mirai tsukurou you~

Manami hielt sich die Ohren vor Schmerzen zu und löste sich kurze Zeit später in Luft auf. Diese verdammten Meerjungfrauen würden das noch büßen! Mizuna und Akari nahmen wieder ihre Meerjungfrauengestalten an und sahen zum Palast. Er hatte nur geringen Schaden genommen. „Tja, sieht so aus, als hätten wir den Lunatics da einen Strich durch die Rechnung gemacht.“, sagte Mizuna lächelnd. Akari schloss ihre Augen und lächelte nur. Sie war wirklich glücklich, dass sie ihr Reich gerade retten konnte. Es machte sie eine stolze Prinzessin.



An Land waren Kimiko, Akiza und Rina gerade unterwegs. Sakura hatte ihnen frei gegeben, da nicht so viel los war, und sie wollten nun in die Stadt gehen, etwas shoppen und so. Verwundert sahen die Drei auf, als ein Auto neben ihnen stehen blieb. In ihm saß ein junger Mann mit türkisem Haar und einem sanften Blick. „Entschuldigt, seid ihr Bewohner des Hotels?“ fragte er ruhig. Kimiko nickte. „Ja, was können wir für sie tun?“, fragte sie ruhig. „Nun, ich habe heute eine Bewohnerin eures Hotels kennen gelernt. Ich hatte ganz vergessen, dass ich ihr meine Nummer geben wollte. Sie heißt Mizuna Shinohara. Würdet ihr ihr meine Visitenkarte geben?“ fragte er sanft. Verwundert sahen die Mädchen sich an. Ein Verehrer für Mizuna? Das war ja süß. Nickend nahm Kimiko die Karte und blickte darauf. „Natürlich! Wir werden sie ihr geben, Suzuhara-san!“ Na, da mussten sie wohl nachher Mizuna mal fragen, wo sie ihren hübschen Verehrer kennen gelernt hatte~