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Kapitel 3 - Besuch aus der Zukunft


Hektisch schwamm eine junge Meerjungfrau durch das Wasser. Immer wieder blickte sie um sich, als würde sie etwas suchen. „Bin ich ihnen entkommen?“ fragte sich die Kleine mit weicher Stimme. Ja, sie wurde verfolgt, von einer Person welche ihre Eltern wohl gekannt hatten, denn kaum war er in ihrem Haus aufgetaucht, war ihre Mutter panisch geworden und ihr Vater hatte sie sofort weg geschickt. Die kleine Meerjungfrau musste mitansehen, wie ihre Eltern, als sie dafür sorgten, dass die Prinzessin flüchten konnte, getötet wurden. Nun war dieser böse Mann hinter ihr her. Sie musste schnell eine andere Meerjungfrauenprinzessin finden und bei ihr Zuflucht suchen! Das war was ihre Mutter zu ihr gesagt hatte. Deswegen war sie auch nun hier im Meer, obwohl ihre Eltern mit ihr immer an Land gelebt hatten. Nach einiger Zeit brauchte das Mädchen aber eine Pause. Sie war es nicht gewohnt, so weit zu schwimmen. Besorgt blickte sie auf ihre Perlenhalskette und öffnete diese. Ihre Perle funkelte ihr entgegen. „Mama… Papa…“ Ihr kamen die Tränen. Was sollte sie denn nun machen? „Weine nicht…“ Das Mädchen blickte auf und sah vor sich eine wunderschöne Gestalt mit langem grünen Haar und einem schönem weißen Kleid. „Wer… bist du?“ fragte sie schüchtern, doch die Frau lächelte sie nur sanft an. „Ich bin Umi, die Göttin der Meere“ Das war die Göttin von welcher ihr ihre Mutter immer erzählt hatte? Sie war wunderschön. „W…was soll ich machen Umi-sama! Ich kann das Böse nicht bekämpfen, und er hat mich bald eingeholt…“ Umis Blick wurde ernst und sie hob ihre Hand. Vor dem kleinen Mädchen erschien ein Strudel. „Schwimme hinein. Dieser Strudel wird dich in eine andere Zeit führen. Hilf den Meerjungfrauen dort, Kurogane ein für alle Mal zu besiegen, dann sind auch deine Eltern hier in Sicherheit.“ Das Mädchen überlegte nicht lange, vor allem als sie die Stimme Kuroganes nicht weit von ihr hörte. Sofort schwamm sie in den Strudel, wie Umi es von ihr gewollt hatte.

Als sie aus dem Wasserwirbel endlich heraus schwamm, sah sie sich erst mal vorsichtig um. Das Meer hier sah nicht anders aus, als das aus dem sie eben gekommen war. Doch sie konnte weder Umi sehen noch Kurogane hören. „Ein Glück“ meinte sie erleichtert. Jetzt würde sie erst mal ihre Mutter suchen. Sie würde sie sicher aufnehmen, wenn sie ihr alles erklären würde. Erneut setzte sie ihre Flossen in Bewegung und schwamm los, doch ihre Tour dauerte nicht lange. Sie blieb stehen als eine Stimme ihre Ohren zum Schmerzen brachte.

Hajimari wa atsui kuchizuke de
Moe tagiri mekurumeku
...Sweet and dangerous night for two
Kuruwasete yo dare yori mo


Was war das nur? Warum schmerzte es so? Sie kannte so etwas noch gar nicht, Lieder hatten ihr nie geschmerzt! Sie fischte vorsichtig nach ihrer Muschelhalskette und umfasste diese. „Bitte Perle, fliehe und bringe die Meerjungfrauenprinzessinen zu mir, um mich zu retten. Ich kann nicht kämpfen“ Bevor die junge Meerjungfrau das Bewusstsein verlor, spürte sie noch, wie ihre Perle verschwand. „Mama…“



Was war das nur? Warum schmerzte es so? Sie kannte so etwas noch gar nicht, Lieder hatten ihr nie geschmerzt! Sie fischte vorsichtig nach ihrer Muschelhalskette und umfasste diese. „Bitte Perle, fliehe und bringe die Meerjungfrauenprinzessinen zu mir, um mich zu retten. Ich kann nicht kämpfen“ Bevor die junge Meerjungfrau das Bewusstsein verlor, spürte sie noch, wie ihre Perle verschwand. „Mama…“

„Sie war wirklich cool. Leider war sie weg als Touma mich endlich los gelassen hat.“ erklärte Kimiko gerade Akiza. Diese lauschte ihrer Freundin gebannt zu. „Also sind wir nun zu dritt, das ist doch toll!“ meinte sie freudig aber sah Kimiko dann fragend an. „Und wo ist sie jetzt?“ Die Schwarzhaarige seufzte etwas. „Keine Ahnung, wie gesagt, sie war weg als Touma mich los gelassen hat.“ Akiza überlegte etwas, ehe sie schnippte. Ihr war wohl eine Idee gekommen. „Wir suchen einfach mal die Stadt ab!“ Kimiko seufzte etwas. „Ich weiß doch nicht, wie sie als Mensch aussieht!“ Akiza winkte aber nur ab. „Wir werden sie schon finden, keine Sorge!“ Akiza war immer so zuversichtlich, manchmal beneidete Kimiko ihre Freundin darum. Aber warum denn nicht? Es würde nicht schaden, einfach mal zu suchen. Vielleicht würde Kimiko sie ja erkennen, nur wenn sie sie so sah. Sie verließen Kimikos Zimmer und machten sich auf den Weg. Sie gingen über den Strand, da Sakuras Haus ja gleich an diesem gelegen stand. Akiza fing an zu erzählen, wie sie sich mit der neuen Meerjungfrau anfreunden wollte, und wie toll sie es fand, mehr ihrer Art zu treffen. Es machte sie einfach nur happy. Kimiko hingegen war in Gedanken versunken. Touma hatte sie so innig umarmt, und sie so besorgt nach Hause gebracht. Empfand ihr Freund etwa auch mehr für sie? Irgendwie, war der Gedanke ja doch schön. Sie musste leicht lächeln. Sie wurde aus ihren Gedanken gerissen, al sie etwas am Strand sah. Es funkelte im Sand. Was war das wohl? Sofort lief sie zu dem Glitzern hin und kniete sich hin. Vorsichtig fischte sie etwas im Sand ehe sie eine kleine weiße Perle zu greifen bekam. „Ist das meine?“ fragte sie verwirrt und holte ihre Kette hervor. Nein, ihre Perle war da. Aber… was war das dann?
„Kimiko? Wo bleibst du?“ hörte die Schwarzhaarige auf einmal Akiza rufen und sie stand sofort auf. Sie schob die Perle in ihre Hosentasche und machte sich mit Akiza weiter auf den Weg in die Innenstadt. Ob sie wohl Glück hatten und die rote Prinzessin finden würden?



„Ah!!!! Ist das lecker!“ Kimiko schrak auf, als sie diesen Aufschrei hörte. Sie kannte diese Stimme! Sofort packte sie Akiza an der Hand und ging mit ihr in ein Café am Straßenrand. Kimiko sah auch sofort das Mädchen, welches diesen genüsslichen Aufschrei von sich gegeben hatte. „Akari-chan! Bist du das?“ fragte sie fröhlich. Das rotbraunhaarige Mädchen sah die beiden Mädchen an und legte erst mal den Kopf schief. „Mh? Kennen wir uns?“ fragte sie während sie einen weiteren Bissen ihres Kuchens nahm. Kimiko nickte nur als Antwort. „Ich bin es, Kimiko! Du hast mir gestern geholfen!“ Akari überlegte etwas, lächelte aber dann. „Ach, du bist die weiße Prinzessin! Und wer ist das?“ Akiza sah erst verwirrt zwischen den Beiden hin und her, doch sie kapierte schnell, wen sie vor sich hatte. „Ach, du bist die rote Prinzessin! Ich bin Akiza Evans, ich bin die türkise Prinzessin!“ meinte sie fröhlich. Akari deutet auf die freien Plätze. „Setzt euch doch zu mir.“



Draußen auf dem Hauptplatz stand ein braunhaariges Mädchen und lächelte. „Okay, hier sollte es perfekt sein! Kurogane-sama wird sich freuen, wenn ich ihm ein paar Meerjungfrauen bringe!“ sagte sie glücklich zu sich selbst. Ihr Körper erstrahlte in einem hellen Licht und ihre Form veränderte ich etwas. Sie trug nun ein blaues Elfenkleid und hatte kleine Flügel an ihrem Rücken. Sie führte ihren Stab zu ihrem Mund und fing an zu singen.

Mayoi no tsubasa michibikareta meikyuu de
Tsuioku suru wa kami ni fureta yubisaki ni
Afureru toiki shitau ARUMA ga na o yobeba
Yomigaeru maboroshi


Im Café hatten Kimiko und Akiza es sich bei Akari bequem gemacht und tranken und aßen ebenfalls etwas. „Sind noch andere unserer Art hier?“ fragte Akari ruhig während sie einen Schluck ihres Kaffees nahm. Kimiko und Akiza sahen sich an. „Wir wissen es nicht“, sagte die türkishaarige zu der Meerjungfrau. Akari seufzte etwas. „Also ist sie auch nicht hier…“ Kimiko sah etwas besorgt aus. „Suchst du jemanden bestimmtes?“ Das Mädchen nickte und seufzte etwas. „Meine beste Freundin Mizuna. Sie ist die Prinzessin des grünen Reiches. Normalerweise verlässt sie ihr Reich nie, aber, als ich sie das letzte Mal besucht hatte, oder besser, es wollte, war sie weg. Die Meerjungfrauen aus ihrem Reich meinten, sie wollte ein paar Delfinen helfen, aber sie kam nie zurück.“ Diese Botschaft machte Kimiko und Akiza selbst besorgt, immerhin war eine Prinzessin verschwunden. Nun, wo der Frieden zu Ende sein schien, brauchten sie einfach alle Meerjungfrauenprinzessinnen! „Hey, was ist los? Warum laufen die Menschen da draußen so panisch?“ Diese Worte ließen Kimiko und Akiza aus ihren Gedanken reißen und sie sahen sofort aus dem Fenster des Cafés. Es war wahr! Die Menschen liefen Panisch durch die Straßen. Ernst sahen sich die drei Meerjungfrauenprinzessinnen an und machte sich auf den Weg nach draußen. Sofort merkten sie auch schon, was los war, immerhin hörten sie dieses ohrenbetäubende Lied.

L’inzio!
OPERA no maku wa agatta
Tomoshibi toshite utaou Aria
Kono KARUMA kegaretemo
Sou kouketsu idaite
Con grazia


„Wir müssen uns verwandeln! Los!“ meinte Kimiko ernst. Die beiden anderen Prinzessinnen nickten nur und machten sich bereit. „White Pearl Voice!“ „Turquoise Pearl Voice!“ „Red Pearl Voice!“ In gleißendem Licht nahmen die drei Mädchen ihre Idol-Gestalten an und liefen in Richtung des Songs. Nicht weit von sich sahen sie die kleine braunhaarige Elfe welche die Menschen quälte. „Hör sofort auf, du nervige kleine Fee!“ rief Akiza dem Wesen sauer entgegen. Die Elfe unterbrach ihr Lied und sah zu den Dreien. „Ah, da seid ihr ja, ich habe euch erwartet, Meerjungfrauenprinzessinnen! Kurogane-sama wird so stolz auf Fukasa sein!“ Desillusioniert fing die Elfe an mit sich selbst zu reden und von ihrem Kurogane-sama zu schwärmen. Die Meerhungfrauen sahen sich nur verwirrt an, nutzten aber gleich ihre Chance. „Pichi Pichi Voice! Live Start!“

Eikyuu no rasen ni nemuru
Tozasareta hikari kakerareta kusari
Kaihou no teguchi honomekasu
Akuma no sasayaki kanbi e no yuuwaku
Nou ni hibiku keikoku


Als sie das Lied der Meerjungfrauen hörte, schreckte Fukasa aus ihren Gedanken. Verdammt, vor lauter Schwärmerei hatte sie ganz vergessen, dass die Meerjungfrauen vor ihr standen! Sie hielt sich ihre schmerzenden Ohren und schrie laut auf. „Ihr verdammten Prinzessinnen!“

The Fate of the World
Takeri kuruu naraku no houkou ni
Tachimukau hikari no hane
Saa anata no kiba uchikudaite
Arata na toki o kanaderu ai ni
Kiseki wa mebae hajimeru


„Pure Snow Pitch!“ Fukasa sah die Prinzessinnen sauer an. „Na wartet, ich bekomme schon noch meine Rache, ihr dummen Puten!“ Mit diesen Worten verschwand die Elfe im Nichts. „Das will ich sehen!“ Etwas später waren die Mädchen wieder zu Hause und Kimiko saß an ihrem Schreibtisch. In ihrer Hand hatte sie die weiße Perle, welche sie gefunden hatte. Was hatte das nur zu bedeuten? „Diese Perle gehört einer zukünftigen Meerjungfrauenprinzessin.“ Als Kimiko die Stimme hörte drehte sie sich um und sah eine Illusion von Umi in ihrem Zimmer. „Einer zukünftigen Prinzessin?“ fragte sie nochmals nach. Die Göttin nickte. „Ja, es war mein Fehler… In ihrer Zeit herrscht erneuter Krieg, ich wollte ihr ermöglichen zu flüchten und so kam sie in diese Zeit. Doch leider hat einer von Kuroganes Handlangern sie gefangen genommen.“ Kimiko sah besorgt aus. „Das ist schrecklich! Wo ist sie?!“ Umi seufzte etwas. „Ich weiß es nicht genau, ohne ihre Perle kann ich sie nicht finden. Kimiko, passe gut auf diese Perle auf, und gib sie ihr, wenn ihr sie befreit.“ Kimiko nickte daraufhin. „Du kannst dich auf mich verlassen, ich werde die Perle dieser Meerjungfrau schützen!“

„Meine süße kleine Yumi~ Sag mir, wo hast du deine Perle versteckt, meine kleine Prinzessin.“ fragte ein schwarzhaariger Mann mit roten Augen die in einer Zelle gefangene Meerjungfrau. Die kleine Prinzessin aus der Zukunft sah sauer zu Kurogane, welcher es war, wer vor ihr stand. „Sie ist da, wo du sie nie bekommen wirst! Du kannst mit mir machen, was du willst, aber meine Perle wirst du nie bekommen!“ meinte sie ernst zu dem bösen Mann vor ihr. Kurogane lachte nur auf. „Gut, wenn du meinst. Doch für deine Frechheit wirst du bestraft!“ meinte er kalt und fing an sein Lied „Cantarella“ zu singen. Sofort hielt sich Yumi, wie die Prinzessin wohl hieß, die Ohren und sie sank auf den Boden der Zelle. „Mama… Papa…“ murmelte sie ehe sie das Bewusstsein verlor.



„Kiroi!“ rief Kurogane und aus dem Schatten trat ein blauhaariger junger Mann mit violetten Augen. „Was gibt es, Bruder“ fragte er den Schwarzhaarigen. „Diese kleine Meerjungfrau hier hat ihre Perle vor uns versteckt. Es wird deine Aufgabe sein, sie zu finden, und sie zu mir zu bringen!“ sagte er in einem ernsten Befehlston zu seinem Bruder. Kiroi nickte und verschwand sofort. Er würde seinen großen Bruder nicht enttäuschen!