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Kapitel 8 - Kyokos erster Tag an Land


„Mh~ Hier riecht es aber lecker…“ Rina sprach diese Worte aus als sie gerade die Küche des Hotels betrat, in welchem sie alle lebten. Am Herd stand Akiza und arbeitete sich gerade durch einige Teigschüsseln. Es sah schon recht lustig aus, Rina konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. „Was machst du denn hier?“ fragte die schwarzblauhaarige Prinzessin belustigt. Akiza seufzte etwas, sah dann genervt zu ihrer Freundin. „Na, ich backe! Was sonst? Seiya hat heute Geburtstag und ich habe ihm eine Schokoladentorte versprochen… Aber… das will nicht!“ Sauer ließ Akiza ihren Kochlöffel auf die Arbeitsfläche knallen und schnaubte. „Ich gebe auf!“ Rina lachte erneut etwas. „Wenn du willst, dann helfe ich dir gerne.“ Gerade als Akiza antworten wollte hörten die Beiden ein lautes Krachen und Geschreie aus dem Flur. Sofort liefen die Meerjungfrauen zu der Quelle der Geräusche, und nun musste auch Akiza loslachen. Vor ihnen auf dem Boden lag eine ziemlich zerzauste Kyoko. Langsam setzte sich die Schwarzhaarige auf und seufzte etwas. „Diese Treppen sind nichts für mich…“ murmelte sie. Rina half der schwarzen Prinzessin langsam auf. „Alles okay, Kyoko-san?“ fragte sie ruhig. Kyoko nickte nur und richtete sich etwas ihre Haare. „Ja… Nur bin ich es nicht gewohnt… zu gehen. Ich habe mein Leben lang im Meer verbracht…“ Tja, sie war eben ziemlich ungeschickt, aber das war ja auch kein Wunder, immerhin war das offiziell ihr erster Tag an Land. Es war echt anstrengend auf zwei Beinen zu laufen für die junge Dame, aber das war ja verständlich, oder? „Das wird schon werden Kyoko-san“ meinte Akiza lächelnd während sie sich die Schuhe anzog. „Ich mach mich dann mal auf den Weg zu Seiya, wir sehen uns heute Abend!“ meinte sie fröhlich und sprintete sofort los. Kyoko sah ihr verwirrt nach. „Wo geht sie hin?“ Rina lachte sanft. „Sie hat ein Date, da ist sie wohl immer so.“ meinte Rina fröhlich. Es war gut, dass Akiza nicht mehr ganz so down war wegen der Sache mit Kimiko. Kyoko sah die blaue Prinzessin an. „Sag mal… Könntest du mir etwas die Stadt zeigen? Ich will die Menschenwelt besser kennen lernen“ meinte sei schüchtern. Rina konnte da nur drauf mit ja antworten und ging auch sofort mit ihr los.



Etwas später in der Stadt irrte Kyoko verirrt durch die Einkaufsstraße. Sie war kurz von einem der Kleider abgelenkt worden, und nun? Sie hatte Rina aus den Augen verloren und wusste nicht mehr, wo sie lang musste. „Rina! Wo bist du?“ rief sie verzweifelt. Das lief ja echt toll. Ihr erster Tag an Land und sie war schon die Stiegen runter gerasselt, und nun war sie auch noch alleine in dieser großen Stadt und wusste nicht mehr, wo lang. Seufzend lehnte sich die Prinzessin an eine Mauer und sah sich um. So viele Leute, aber keiner schien sie zu beachten. Na ja, warum auch, wer würde schon einer Fremden helfen? „Entschuldigen sie?“ Kyoko sah auf als sie angesprochen wurde. Vor ihr stand ein großer Mann mit wunderschönen olivgrünen Augen. „Ä..ähm…“ stammelte sie nur, der Mann jedoch lachte sie sanft an. „Sie sehen aus, als hätten Sie sich verlaufen. Kann ich ihnen helfen?“ Kyoko stemmte sich von der Wand ab und stellte sich richtig vor dem Mann auf. „J…ja! Das wäre nett. Ich bin neu hier und habe mich total verlaufen…“ murmelte sie. Irgendwie war es ihr ja schon ziemlich peinlich. Der Mann lächelte erneut. „Oh, wo wollen Sie denn hin? Ich kann Ihnen doch gerne helfen.“ Oh, dieser Mensch war ja wirklich nett. Sie hatte immer gehört die Menschen wären Monster, welche die Meereslebewesen aus Spaß töten, aber… dieser Mann. Er schien wirklich total nett und gutherzig. „Also… Ich würde gerne zurück in mein Hotel. Ich… wohne im Sea Dream Hotel am Meer.“ Sie glaubte, diesem Mann vertrauen zu können. Er lächelte leicht. „Oh, das kenne ich, ich bringe Sie gerne hin!“ antwortete er und machte sich auf den Weg mit der jungen Dame. Irgendwie fühlte sich Kyoko nun doch wohl, dieser Mann ließ sie vergessen, wie düster die Welt gerade war.

„Seiya, guck mal!“ Akiza war gerade mit ihrem Freund im Park, wo eine Gruppe Entertainer gerade auftrat. Die türkise Prinzessin fühlte sich hier wirklich wohl, das Date lief einfach wunderbar und so fühlte sie sich auch. „Guck mal, das Nächste ist ein Musicact! Das richtige für dich Akiza-chan“ Tja, Seiya kannte seine Freundin eben, immerhin kannten sie sich nun schon 3 Jahre! Auf die Bühne trat ein großgewachsener junger Mann mit blauem Haar und violetten Augen. Akiza sprang sofort auf. Sie kannte diesen Jungen! Das war doch Kiroi von den Meeresungeheuern! Der junge Mann fing an sein Lied zu singen.

Hidari ni iru no ni R Migi ni iri no ni L
Fushigi garu kimi no sukoshi no mijirogi de
Iyafon kodo hippararete
Boku wa damatte kubi o hidari ni katamukeru
Sore dake no koto ga hokorashikatta




Akiza hielt sich sofort die Ohren. Verdammt! Er war es ja wirklich! „Kiyah!“ schrie sie auf, sofort war Seiya bei ihr und hielt sie sanft im Arm. „Akiza, was ist los?“ fragte er besorgt. Was war nur los? Er verstand es nicht. Auf der Bühne sang Kiroi sein Lied weiter und blickte zu dem Publikum. Es war sein Plan, die Prinzessinnen mit seinem Gesang hervor zu locken, und es schien wohl zu klappen. Die Menschen hatten keine Probleme mit seinem Lied, bis auf dieses eine Mädchen. Sein Blick ging zu Akiza. //Sie ist also eine Meerjungfrau!//, dachte er sich ruhig. Nun würde er sie gefangen nehmen, dann wäre es wieder eine Meerjungfrau weniger, mit welchen sie zu kämpfen hatten. Akiza musste sich verwandeln, aber… sie konnte doch nicht vor Seiya. „S…seiya… H…hilfe…“ murmelte sie unter Schmerzen. Sofort sprang ihr Freund auf und lief auf Kiroi zu. „Halt die Klappe! Akiza leidet!“ fauchte er sauer und schlug nach dem Meereswesen, doch dieser wich nur aus und lachte. „Schwacher Mensch, geh mir aus dem Weg!“ Er schoss einen seiner Feuerstrahlen auf Seiya welcher sofort bewusstlos zu Boden ging. „Seiya!“ rief Akiza verzweifelt und sie erhob sich langsam. Die Leute waren alle bewusstlos geworden… das war ihre Chance! „Turquoise Pearl Voice!“ rief sie und sofort nahm sie ihre Idolgestalt an. „Du wirst bereuen, dass du Seiya da mit rein gezogen hast!“ fauchte sie sauer, doch der blauhaarige Lunatic blieb davon unbeeindruckt und fing an zu lachen. „Du bist alleine zu schwach, mich zu besiegen Akiza!“ Und schon ging sein Lied weiter und Akiza sank erneut zu Boden. Verdammt, das tat echt weh. Wie sollte sie alleine nur gegen ihn kämpfen?

In der Nähe des Parks gingen gerade Kyoko und ihr Begleiter entlang. Schüchtern blickte die Prinzessin zu dem Menschen, welcher sie gerade so nett führte. „Ähm… Entschuldigen Sie. Ich habe Sie noch gar nicht nach ihrem Namen gefragt.“ meinte sie schüchtern. Der Mann blickte sie erst verwundert an, lächelte aber dann und sagte: „Mein Name ist Shiro, Shiro Hirata, es freut mich sehr“ Kyoko lächelte sanft. „Und ich bin Kyoko, Kyoko Akashiya“ meinte sie ruhig. Shiro hob eine Augenbraue. „Akashiya? Eine Bekannte meines Sohnes heißt auch so mit Nachnamen.“ Kyoko war erst verwundert, aber sie musste nun einfach fragen. „Kimiko… meine jüngere Schwester… Kennen Sie sie Hirata-san?“ fragte sie schüchtern. „Ah, genau! Sie geht mit meinem Sohn zur Schule. Sie ist allerdings schon seit einer Woche verschwunden angeblich.“ meinte er betrübt. Kyoko nickte nur. „Das ist sie, ich mache mir schon Sorgen um sie… Ich hoffe, sie kommt bald wieder.“ „Das tut mir Leid… Aber ich bin sicher, sie kommt wieder.“ antwortete er sanft und lächelte ihr aufmunternd zu. Plötzlich jedoch sah er verwirrt aus. „Ihre Halskette… leuchtet…“ sagte er ziemlich durch den Wind. Kyoko legte sofort ihre Hände um die Muschelhalskette. „Das… ist eine neue Technik. Das ist eine Kalenderuhr. Sie sagt mir, wann ich los muss. Tut mir leid, ich finde schon zurecht! Wir sehen uns!“ Mit diesen Worten lief Kyoko sofort los. Als sie weit genug weg war, verwandelte sie sich sofort. Es konnte nur eines heißen, wenn ihre Kette so leuchtete. Eine Prinzessin war in Gefahr! Sofort ließ sie sich von ihrer Muschelhalskette zum Park leiten, wo sie auch schon von weiten Akiza auf dem Boden sehen konnte und Kiroi welcher sich gerade bereit machte seinen finalen Angriff auf die türkise Prinzessin zu starten. „Lass sie in Ruhe, Meeresungeheuer!“ reif Kyoko sauer und stellte sich beschützend vor Akiza auf. Kiroi sah sie abfällig an. „Die schwarze Meerjungfrauenprinzessin? Ich dachte du lebst in deinem Retroreich.“ meinte er nur kalt, und das machte Kyoko erst recht sauer. Wie konnte er es wagen, so von ihrem Reich zu reden? „Hey, Mistkerl! Ihr seid schuld, dass meine süße kleine Schwester vom rechten Weg abgekommen ist, ich werde sie zurückholen, und wenn ich jeden einzelnen von euch besiegen muss!“ Mit diesen Worten fing Kyoko an zu singen

Saa yukou sora no hate kimi to boku no mirai
Mada minu sora no monogatari tsumuide




Akiza nutzte die Chance um sich endlich aufzurichten und mit Kyoko zusammen zu singen. Sie würde ihr helfen Kiroi zu besiegen, und dann würden sie ihn zwingen, ihm zu sagen wo Kimiko war. Sie setzte ihr Mikrofon an und stimmte ein. Sauer fauchte Kiroi die Meerjungfrauen an und sang ebenfalls sein Lied, er würde sich nie besiegen lassen! Er würde seinen Bruder nicht enttäuschen! Doch dann geschah etwas, womit er nicht gerechnet hatte. Die blaue Prinzessin gesellte sich nun noch zu ihnen und half ihnen dabei zu singen.

Saa yukou sora no hate
Kimi to boku no mirai
Dare mo shiranai asu ga matteru
Saa tobou mayou nara
Sotto senaka osu yo
Yakusoku no chi he (itsuka)
Kitto todoku yo (kimi to)
Mada minu sora no monogatari tsumuide


Sauer sah Kiroi zu den Meerjungfrauen. „Das werdet ihr noch bereuen!“ Mit diesen Worten löste er sich auf. Rina seufzte erleichtert aus. „Da habe ich euch noch rechtzeitig gefunden.“ meinte sie ruhig. „Ja, tut mir Leid, dass ich mich verirrt habe.“ sagte Kyoko reuevoll. Sie meinte es auch wirklich so, immerhin hatte sich Rina sicher Sorgen um sie gemacht. Sie blickte nun aber zu Akiza, welche sich zurück verwandelt hatte und am Boden neben ihrem Freund kniete. Besorgt strich sie ihm über die Stirn. „Ach Seiya, tut mir leid, dass du da mit hinein gezogen worden bist…“ flüsterte sie traurig. Rina und Kyoko blickten sich an und nickten. Sie würden nun gehen und die Beiden alleine lassen.

Etwas später öffnete Seiya seine Augen. Ihm tat der Kopf weh, was war nur passiert? Er sah auf und blickte in Akizas blaue Augen. „Alles okay, Seiya?“ fragte sie sanft und strich mit einem Tuch über seine Stirn. Er sah sie verlegen an. „Was ist passiert?“ murmelte er doch Akiza lächelte nur. „Du hast dich zu sehr verausgabt vorhin und bist umgekippt. Aber es ist alles okay.“ Seiya wurde leicht rot, ihm war das ja total peinlich. „Alles Gute zum Geburstag, Seiya“ sagte Akiza sanft und küsste ihren Freund zärtlich.