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Kapitel 9 - Futari no Kioku


Es war ein wunderschöner Abend als Seiyas Vater, Shiro Hirata, einen Strandspaziergang machte. Er hatte nicht schlafen können, und so lenkte er sich etwas mit dem wunderbaren Nachthimmel ab. Das Rauschen des Meeres beruhigte ihn, das war schon immer so gewesen. Früher hatte seine Frau ihn begleitet, wenn er nachts ans Meer ging, doch nun war sie schon 5 Jahre tot. Es tat ihm immer noch leid, dass sein Sohn seine Mutter so früh verloren hatte, obwohl Shiro nicht einmal etwas dafür konnte. Sie war schon immer recht schwach gewesen, aber das war ihm egal gewesen, dennoch, als sie starb verfluchte er ihren schwachen Körper. Er hatte sie nicht verlieren wollen. Doch leider war es so gekommen, nun konnte er nichts mehr ändern, aber das war okay für ihn. Er schloss die Augen etwas. „Mh~ Das Rauschen ist so wunderbar!“ sagte er zu sich selbst, doch plötzlich ertönte noch etwas anderes im Einklang der Wellen.

L'acrobaleno è la mia scia
che navigo in cerca di quella montagna.
Le luci all'alba, melodia
mi portano indietro
ad un tempo passato.
Colori immersi nella scia dell'arcobaleno
che gioca nel cielo.
Il vento mi sospinge via
raggiungo le onde dei sette mari.


Verwirrt blickte der Mann auf und sah sich um. Das war doch eindeutig eine Stimme! Eine wunderschöne Stimme noch dazu. Er sah sich verwirrt um, von wo kam sie denn? Er machte ein paar Schritte in Richtung der Töne die er vernahm. Plötzlich stockte er. Vor ihm, auf einem Stein, welcher aus dem Meer ragte, saß eine wunderschöne Frau, aber sie war keine normale Frau, sie hatte eine Flosse! Eine Meerjungfrau? So etwas gab es wirklich? Er blickte sie erstaunt an. Sie hatte langes, silbernes Haar, welches sie gerade kämmte, während sie sang. Er hatte schon lange nicht mehr so etwas Wunderschönes gesehen. Er konnte seinen Blick nicht mehr von ihr wenden.



„Wow…“ entkam es ihm, und die Meerjungfrau schrak auf. Sie blickte geschockt zu dem Mann und machte sich bereit ins Meer zu flüchten, doch er wollte sie aufhalten! „Warte bitte!“ flehte er und streckte die Hand nach ihr aus. Sie blieb ruhig und sah sich den Mann genauer an. //Das ist Shiro-sama!//, dachte sich Kyoko verwundert. Sie hatte ihn in dem Schrecken gar nicht erkannt. Shiro ging ins Wasser und langsam auf die Meerjungfrau zu. „Flüchte bitte nicht, ich will dir nichts Böses! Deine wunderschöne Stimme hat mich hier her geführt.“ Kyoko wurde leicht rot. Shiro fand ihre Stimme wirklich schön. „D…danke.“ antwortete sie schüchtern. „Ich wusste gar nicht, dass es Meerjungfrauen wirklich gibt! Singt ihr alle so schön?“ fragte er sanft nach. „Ich… darf dir nichts über die Meerjungfrauen erzählen, tut mir leid, Mensch.“ Mit diesen Worten verschwand sie nun doch in den Tiefen der See. Wenn er sie so ausfragte, entkam ihr vielleicht noch ihre Identität, und das durfte nicht passieren! Sonst würde sie sterben! Shiro stand noch am Strand und sah verwundert der Meerjungfrau nach. Sie schien doch etwas verschreckt zu sein. Vielleicht hatte sie einfach noch keinen Menschen gesehen, oder sie hatte einfach Angst gehabt.

Die Tür zu Strandhotel erklang und Akiza machte sich sofort auf zur Tür. War das etwa ein Gast? Sie öffnete mit einem Lächeln auf dem Gesicht die Tür. Vor ihr stand nun Touma mit einem riesigen Blumenstrauß. „Hey Akiza! Ich will zu Kimiko. Ich war in letzter Zeit so beschäftigt, dass ich keine Zeit für sie hatte.“, sagte der Blondling sanft. Akizas Lächeln verschwand sofort im Nichts. Sie sah traurig zu Boden. „Kimiko ist nicht hier…“ murmelte sie leise. Verwirrt sah Touma zu dem türkishaarigen Mädchen. „Was? Wo ist sie denn?“ „Ich… weiß es nicht. Sie war sauer auf uns und ist gegangen…“ Touma seufzte etwas. Irgendwie, klang das nicht nach seiner Kimiko, aber andererseits sah er Akiza hier vor sich, fast weinend, wenn sie über Kimiko redete. „Habt ihr echt keine Ahnung, wo sie sein könnte?“ fragte er nochmal sanft nach, doch Akiza schüttelte nur den Kopf. Er versuchte zu lächeln. Natürlich machte er sich nun innerlich riesige Sorgen, aber vor Akiza durfte er das nun nicht zeigen, da diese selbst so fertig war. „Hey, sie kommt schon wieder, keine Sorge“ sagte er sanft und wollte das Mädchen vor sich so aufheitern. Mehr konnte er im Moment auch nicht machen. Akiza beruhigte sich etwas und schloss danach wieder die Tür. Besorgt blickte Touma in den Himmel, während er die Blumen, welche er für Kimiko mitgebracht hatte, an sich drückte. „Wo bist du nur… Kimiko…“ murmelte er besorgt.



„Ihr habt mich gerufen, Kurogane-sama?“ fragte Kimiko während sie sich eine Strähne hinters Ohr strich. Der Schwarzhaarige saß auf seinem Thron mit einem Glas Wein in der Hand und nahm kurz einen Schluck, ehe er sich an die weiße Meerjungfrau wand. „Ja, das habe ich. Ich habe eine Aufgabe für dich. Du wirst mit Kiroi zusammen nach der Perle der weißen Prinzessin aus der Zukunft suchen.“ Kimiko merkte sofort auf. „Suchen ist nicht notwendig, ich weiß wo sie ist.“ sagte sie knapp. Nun, wo sie nicht mehr zu den Meerjungfrauen gehörte, warum sollte sie die kleine Prinzessin da noch schützen? Kurogane sah die Meerjungfrau verwundert an, lachte dann aber. „Nun, irgendwie klar, wo du doch vor einiger Zeit noch zu ihnen gehört hast.“ Er blickte auf als sein Bruder den Raum betrat. „Da bist du ja Kiroi, du wirst mit Kim zusammen die Perle der weißen Prinzessin holen.“ Kiroi verschränkte die Arme. „Warum sollte ich mit ihr zusammen arbeiten?“ fragte er genervt. Kurogane sah streng zu dem anderen. „Ganz einfach, weil du nun schon mehrmals versagt hast, außerdem weiß sie, wo die Perle ist, und nun geht!“ Kuroganes Stimme zeigte, dass er keinen Widerstand duldete, also sagte Kiroi auch nichts mehr, er wusste, dass es das Beste für sich selbst war, wenn sein Bruder gereizt war. Er machte sich mit Kimko auf den Weg. „Glaub ja nicht, dass ich dir vertraue!“ meinte er ernst doch Kimiko seufzte nur. „Hey, Kurogane-sama hat uns den Auftrag gegeben, also erledigen wir ihn. Wir müssen ja nicht Freunde werden!“ Mit diesen Worten schwamm die weiße Meerjungfrau einfach voraus und ignorierte ob Kiroi ihr folgte. Sie würde diesen Auftrag auf jeden Fall erledigen!

Etwas später standen Kimiko und Kiroi an Land. Der Blick der Meerjungfrau glitt auf das Meer hinaus, sie seufzte etwas. Kiroi knurrte etwas genervt. „Warum stehen wir hier rum? Lass uns endlich die Perle holen!“ fauchte er das Mädchen an, doch diese ignorierte es. „Sie werden zu mir kommen, das weiß ich…“ sagte sie und wand ihren Blick vom mehr aus und richtete ihn auf ein Haus am Strand. Kiroi folgte ihrem Blick. Er kannte das Haus, doch was wollte die Meerjungfrau von diesem? „Warum starrst du nun das Haus an?“ fragte er nun etwas ruhiger. Kimiko seufzte. „In diesem Haus lebt der Junge, den ich liebe… Ich frage mich, ob er mich wohl sucht?“ Kiroi weitete die Augen etwas. Diese Meerjungfrau liebte einen Menschen? „Bist du…“ er konnte seine Frage leider nicht mehr fertig stellen, da die Meerjungfrauen wie auf Kommando vor ihnen auftauchten.



„Ich wusste, ihr würdet kommen.“, meinte Kimiko ruhig und sah ihre ehemaligen Freunde kalt an. „Kimiko! Bitte, komm zur Besinnung!“ rief Akiza verzweifelt, sie glaubte fest daran, dass in Kimiko noch etwas Gutes war! „Touma war heute bei mir, er sucht dich auch schon! Was ist mit ihm? Ist er dir egal?“ fragte sie. Akiza würde nicht aufgeben, sie wollte Kimiko zurück haben, um jeden Preis. Kimiko verschränkte ihre Arme. „Nun, das geht dich nichts an. Touma hat mit dem allen hier nichts zu tun. Er soll nicht in unseren Kampf reingezogen werden. Kiroi sah zu Kimiko, er ließ sie reden, er würde sich da nicht einmischen. „Kiroi, erledigen wir sie!“ rief sie ernst und fing an zu singen.

Koube chuuou motomachi. Ekimae
Kyou kara doki doki NII HAO HANYUU kouza
Otona, chuukousei, obachan ni "...Konnichiwa"
"Dame dame koko de wa anata mo 'NI HAO!'"


Die Meerjungfrauen hielten sich sofort die Ohren zu. Egal was dieses Lied war, es tat weh, und es zeigte wieder, wie dunkel das Herz von Kimiko im Moment war. Sie würden von ihrer Stimme keinen Schmerz verspüren, wenn Kimiko noch ein Herz für die See haben würde. Es machte ihre Freundinnen traurig, Rina sah zu der weißen Prinzessin. „Es… tut mir Leid was ich gesagt habe, aber hör auf! Komm zurück!“ rief sie verzweifelt. Kimiko ging jedoch nicht darauf ein, sie sang weiter mit Kiroi ihr Lied. Sie wollte das hier schnell erledigt haben, und wieder zurück ins Meer gehen, in das Schloss und in ihr Zimmer, sie wollte einfach Ruhe haben! Akiza lief eine Träne über die Wange. //Hilf uns, bitte! Umi-sama!//, flehte sie im Gedanken zu der Göttin der See. Plötzlich strahlte ein helles Licht am Himmel und es erschien eine Vision von Umi. Kimiko und Kiroi hörten auf zu singen und wichen etwas zurück. Das Licht blendete sie und tat in ihren Augen weh. „Akiza, ich habe deine Bitte erhört. Hole Kimiko zurück. Ich gebe dir einen neuen Song und neue Kräfte.“ Mit diesen Worten löste sich die Göttin auch schon wieder auf. Akiza sah auf ihr Mikrofon welches nun viel heller Leuchte und eine neue Melodie von sich gab. Akizas blick wurde ernst, sie sah zu Kimiko und Kiroi. „Ich werde dich zurückholen Kimiko! Koste was es wolle!“ Sofort fing sie an ihr Lied zu singen, kurz darauf stimmten auch Rina, Akari und Kyoko mit ein.



Nanimo iwazuni sayonara suru yo
Kimi to deaete sugoku ureshikatta na
Tsuraku naru kara subete kaesu yo
Waratta koto mo...
kiss shita koto mo.....


Kimiko schrie auf als sie das Lied vernahm. Es war viel stärker als Akizas normales Lied, Umi hatte sie wirklich gestärkt! Sie ging zu Boden, ihre Füße hatten es einfach nicht mehr geschafft, sie zu tragen. Kiroi nahm seine Kraft zusammen und kniete sich zu ihr. Er legte ihr vorsichtig seinen Mantel um ehe er sich mit ihr von diesem Ort fort teleportierte. Akiza sah verzweifelt zu, wie der blauhaarige Lunatic ihre Freundin wieder mitnahm. „Kimiko! Nein!“ rief sie, doch Kimiko hörte sie nicht mehr, sie war mit Kiroi schon im Schloss der Lunatics. Kiroi hatte sich hier her teleportiert und Kimiko sofort in ihr Bett gebracht. Diese entspannte sich endlich, wo sie das Lied nicht mehr hören musste. Sie blickte noch etwas schwach zu dem Retter ihres Lebens. „Danke… Kiroi…“ murmelte sie, ehe sie erschöpft einschlief. „Kimiko…“, sagte der Prinz der Lunatics leise und beugte sich über die Meerjungfrau. Ehe er wusste, wie ihm geschah, lagen seine Lippen auch schon auf den weichen der Meerjungfrauenprinzessin.